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Neuseeland > Stewart Island

Stewart Island


(27.11.2005) Da bin ich wieder mit neuen "Meike-unterwegs"-Geschichten. Ich hab Euch ja das letzte Mal vom Milford Sound berichtet. Mittlerweile bin ich in Dunedin an der Suedostkueste der Suedinsel und hab in den vergangenen Tagen wieder eine ganze Menge erlebt.

Und zwar war ich auf Stewart Island, einer kleinen Insel unterhalb der Suedinsel... und ich hatte zwischenzeitlich echt das Gefuehl, im Paradies zu sein. Diese Insel ist wirklich ein Traaaaaum (Gruesse an meine Greti :-). Nein wirklich, wir sind da mitm Schiff binnen einer Stunde ruebergefahren, und man hatte den Eindruck, in einer anderen Welt zu sein. Ueberall unberuehrte Natur, traumhafte und menschenleere Straende (zum Schwimmen war es aber leider zu kalt), unglaublich lustigsingende Voegel (die haben sogar mich begeistert, und das ist ja bekanntlich nicht so einfach), ja, und dazu hatten wir noch ein kleines Haeuslein, ganz billig und ganz fuer uns vier allein.

Am ersten Tag haben wir einen Vierstundenwalk durch den Bush gemacht (Bush sagen die Neuseelaender zu ganz normalem Wald). Dabei mussten wir ziemlich viele Schlammwege durchqueren und ganz schmale Pfade entlangwandern. Aber fast immer hat man durch die Baeume das naheliegende Meer gesehen, und die ganze Zeit hat die Sonne geschienen... das war echt schoen.

Am naechsten Tag haben wir uns dann noch Fahrraeder geliehen und sind ein bisschen an der Kueste entlanggeradelt. Das war zwar ziemlich anstrengend, weil es staendig bergauf und bergab ging (und gerade als Freiburger Flachlandradlerin ist man das ja nicht wirklich gewoehnt), aber wir wurden immer wieder durch traumhafte Straende entschaedigt. An einer Bucht haben wir sogar Robben gesehen, die da ganz nah am Strand herumgeschwommen sind. Und wir haben so grosse Paua-Muscheln gefunden, die hier ganz bekannt sind. Ich nehm drei Stueck mit nach Hause, dann kann ich sie Euch zeigen... die sind echt wunderschoen.

Nach unserem Fahrradausflug ging's dann wieder mitm Schiff auf die Suedinsel (auf der Hinfahrt haben wir uebrigens Albatrosse gesehen... die sind ja echt riiiesengross, wenn die fliegen... haett ich nicht gedacht). Die Schifffahrt war diesmal uebrigens unglaublich schaukelig... es herrschte ein ziemlicher Wellengang und dieser Katamaran ist so geschwankt und ueber die Wellen geschanzt, dass ich zwischenzeitlich gedacht hab, wir kippen um. Und fuer den Bauch war das ungefaehr so wie die grosse Achterbahn im Europapark herunter... nur halt eine ganze Stunde lang. Nach etwa einer halben Stunde hat fast das halbe Schiff gekotzt... Aber ich bin davon Gott sei Dank verschont geblieben, und wir sind ja dann auch doch noch heil angekommen :-)

Wieder an Land sind wir in die Naehe von Dunedin gefahren, wo wir dann auch uebernachtet haben. Bevor wir allerdings ins Bettchen sind, haben wir uns nohmal ins Auto gesetzt und sind so zwanzig Minuten an einen Strand gefahren, von wo aus man Pinguine beobachten konnte. Das heisst, man konnte das Auto aufm Berg abstellen und musste dann nochmal eine halbe Stunde den Berg runter an den besagten Strand laufen (und das abends um neun :-) Aber es hat sich gelohnt... ganze vier Pinguine haben wir zu Gesicht bekommen, die da durch die Gegend gewatschelt sind. Und ich hab mich halb tot gelacht ueber diesen Watschelgang... die waren echt suess. Nur leider ein bisschen weit weg fuer meinen kleinen Foto. Ich hab zwar ein paar Fotos gemacht, aber der Pinguin ist immer soo klein aufm Bild, dass diese Fotos wohl eher Suchbilder werden.

Tja, und mittlerweile hab ich mich nun doch schweren Herzens von meinen Berlinern verabschiedet und verweile hier noch eine Weile auf der Suedinsel. Im Moment bin ich wie gesagt in Dunedin, und morgen oder uebermorgen moecht ich dann nochmal nach Queenstown fahren um vielleicht doch noch eine "Herr der Ringe"-Tour und eine Goldgraeberstadt-Besichtigung zu machen... aber mal schaun... denn was ich bisher am meisten gelernt hab, ist: plane nie zuviel, denn es kommt eh meistens anders, als Du denkst.

In diesem Sinne die herzlichsten Gruesse und natuerlich wie immer viele Sonnenstrahlen an Euch alle, Meike.